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Auch der spanische Bottschaster, Graf Casati,schrieb an die Ranlone; nebst einem neuen Credi-ts der spanischen Zwischenregrerung übersandte er dieKopey des königlichen Testaments. Nach vielerFür-und Wicderrede vereinigten sich die Rantone,dem Bottschaster, ohne Erwähnung des neuen Mo-narchen , in allgemeinen Ausdrücken das Beyleidüber den Hinscheid seines Königs, und die Freudeüber die Fortsetzung seiner Gesandtschaft bezeugenzu lassen.
Ueber das obige, kaiserliche Schreiben eröffnetendie mehrere Kantone ihre Gedanken entweder un-bestimmt oder überall nicht. Nur Lern äußerte sichaufs neue, daß dieses Schreiben ausschließend diekatholischen Eidgenossen berühre. Indeß erfordereder Anstand, außerdem auch noch eine gemeinschaft-liche Antwort in Erkwercinsmäßigen, aber all-gemeinen Ausdrücken abgehen zu lassen. Nochschwieriger fand man die Auswahl des Tones fürdas Schreiben an den Röntg in Frankreich. Je-der Kanton schlug einen besondern Ton vor; die ei-nen wollten des neuen Königs gar nicht, die an-dern wollten seiner zweydeutig, wieder andere woll-ten desselben als schon völlig anerkennet erwähnen.Der gleiche Kanton urtheilte heut so, und morgenänderst. Von dem kaiserlichen Bottschafter erhieltman privatim wiederholte Warnungen, daß manden Herzogen von Anjou ja nicht als König vonSpanien, und noch viel weniger als Herzog vonMayland erkenne. Von dem französischen Bott-schafter hingegen ward man erinnert, ja nicht aufjene Warnungen zu achten, und von dem spanischen