Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
396
JPEG-Download
 

stand ein Condolm; - und Beglückwünschunge-schreiben an den königlichen Ahnherrn erfordere;nur konnte man sich über den Styl nicht verglei-chen. Endlich vereinigte man sich/ dem König einKompliment zu machen, wegen Berufung seines En-kels zum spanischen Throne. Nur Hreyburg mach-te noch Schwierigkeit. Auf Anrathen dieses Kantonsverschob man die Wegsendung des Schreibens.

Hierauf verlas man alle jene Urkunden, woraussich der Graf von Trautmannsdorf in seinem Ver-trag berufen hatte. Gar wol sah man, daß derWiener - Hof die eidgenößischen Zoll- und andereBeschwerden mit seinem dießmaligen Ansuchen aufeine bedenkliche Weise verbinde, daß er die Ab-hebung jener Beschwerden bloß als nachbarlicheGefälligkeit, keineswegs als Erbvereinspflichtwollte angesehen wissen. Nach langer Bcrathschla-gung verfaßte man hierauf eine gemeineidgcnößifcheAntwort, worinn man die kaiserlichen Verfügungenüber das Zoll- und Handelswesen, a!s dem Erb-verein g-masi, mit Dank erkennte; das dicßma-lige Ansuchen aber auf künftige Berathschlagung hin.ausschvb. In ähnlichem Tone war die Antwort anden spanischen Gesandten

Wenige Tage nach Aufhebung der Tagleistung kamvon Mayland aus (unter dem Umschlag ä blr.ij'llexer kourgimsgittro cli 2urigo ) eine an gkfamniteEidgenoßschaft gerichtete Anzeige des neuen Rö-nigs in Spanien von seiner Throuerhöhungund proclamation ein. Nach dem Rath desVororts Zürich verschob man die Beantwortungdieses Schreibens auf die nächste Tagleistung.