Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
397
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Auf Ansuchen des kaiserlichen Botlfchafters undin Kraft erbverein-ichcr Verpflichtung richteten dieRantone vorlauftig ihre Aufmerksamkeit auf die Gi-cherstellung der österreiwischen waldstad.e; fürdieselben verlangten sie bey Frankreich die mehrmalbewilligte Neutralität, bey Oesterreich aber hinrei-chende vrovianl und Munition. Mittlerweile wardas Legiückwünschungsschreiben nach Versaillesan den französischen Bottschafter abgeschickt, vondemselben aber, als nicht befriedigend, zurückge-schickt worden. Bis auf eine künftige Tagleistungverschob man also die Antwort: Die Vorsorge derEidgenossen für die waldftädte erklärte der fran-zösische Bottschafter als voreilig; er suchte sie zu be-reden , daß der Frieden von Rißwyck jedem Aus-bruch der Kriegesflammen vorbeugen werde. Nichtsdestoweniger schrieb er jezt unterm 4. Iunius 1701,daß sein König in die verlangte Neutralität ein-willige , jedoch nicht änderst, als unter eidgenößi-scher Gewährleistung , und mit dem Anhang, daßsie sich auch auf die Landvogteyen im Elsaß erstre-ke, weil ohnehin daselbst sich verschiedene, eidge-nößische Güter und Gefalle befinden. UntermLz.Jun. versprach man dem französischen sowol alsdem kaiserlichen Bottschafter, daß die angebahneteNeutraliläts-Unterhandlung auf nächster Taglei-siung sollte zur Reife gebracht werden; wofern abernoch vorher der Krieg ausbrechen sollte, so er-warte man, daß die ganze, schweizerische Nach-barschaft am Rhein und am Bodensee völlig un-gekrankt bleibe.

Schon hatte sich, in Betref der spanischen Erb-