sie in Geheim zur Flucht; sie theilten sich in kleine ^
Haufen, und retteten sich nach der Schweiz. Ca- ^
valier begab sich nach Piemont, und erhielt ein Re- '
giment in savoyschen Diensten. Seither kam er nach ^
Holland und England. England und Holland um '
terhielten die Häupter der Ramissards mit großen '
Versprechungen. Eine Flotte sollte in Languedoc '
landen, und alsdenn sollten in dieser Provinz alle ^
Hugenotten die Waffen ergreifen; allein schon waren 1
die Mißvergnügten zerstreut, als die Flotte sich von ^
den Küsten her sehen ließ. Ein Sturm verschlug ^
ihre Fregatten. Flottard war von der Röniginnin England als Vertrauter, mit Versicherung um 'fehlbaren Beystands, abgeschickt. Auch in der ^Schweiz suchte sich Flottard Freunde zu machen. ^Auf Anstiften des französischen Bottschafters ward ^er im Jahr 1705. aus dem Bernergebiete verwie- ^sen; und, da er sich säumete, zu Lausanne gefangen 'genommen, auf Fürbitte des englischen Residen-ten aber wieder ledig gelassen. Andere Bannstsards flüchteten sich von Bruntrut und Zürich nachWürtemberg.
Ungeachtet seit dem Treffen bey Höchstetten diehelvetische Gränzen so ziemlich gesichert blieben, soempfanden sie gleichwol noch immer die Folgen desauswärtigen Krieges. Wegen erlittenen Schadenserhielt der schwäbische Breis vom Kaiser die Er-laubniß zur Steigerung des Zolles. Umsonst, daßsich die Rantone über die Erhöhung des Salz-preises bcschwehrten. Da ihre Vorstellungen frucht-los waren, so ergriff der französische Bortschafterdiese Gelegenheit, und anerbot ihnen Lurgundi-