Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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geordneten wollten hierauf allein in einem Garten lden Platz zu einer Kirche abstechen lassen; wahrend :der Arbeit wurden sie von dem katholischen Pöbel lmit Prügeln und Äxten überfallen, Vcrräther ge- 1schölten und in die Flucht gejagt. Acht reformirte »Einwohner wurden gefährlich verwundet; einer lag rwie tod in seinem Blute. Von diesem sagten sie: 1Da liege der Grundstein zum Kirchenaebäude. Zu- igleich zog man die Sturmglocke. Aus den nächst- <gelegnen, reformirten Gemeinden eilten bey Zovo >Mann bewaffnet herbey, und sie plünderten dasHaus des Priesters und die Wohnungen seiner vor- lnehmstcn Anhänger. Die meisten Katholiken waren >aus dem Dorfe gewichen: doch sollen die Kapuzi- >ner zu Dissentis und in dem Gericht Lugnetz, auch !die benachbarte Katholiken bey 2000 Mann zusam- ^mengcbracht haben, welche unweit Ilanz, nur eine lStunde von den Reformirten entfernt, unter den 1Waffen gestanden. Bey solchem Lärm traten die ^Häupter der III. pündte wieder zusammen; mitGenehmhaltung des Bischofs und Dohmkapitels !zu Lhur, schickten sie eine neue Deputation ab;nach genauer Untersuchung erkannte diese: Es sollteder Priester, als Urheber des Handels, seines Psarr-dienstes entsezt seyn; die Reformirte sollten in ih-ren Häusern freye Religionsübung, mit Predigten,Laufen, Kinderunterweisungen u. s. w. ferner ge-!niesten; den öffentlichen Gottesdienst aber, wie bis-her, zu Jlanz oder Kastei verrichten; die Begräb-!Nisse sollten sie auf dem gemeinen Kirchhofe haben,und daselbst auch die ungetansten Kinder bestatten.Uebrigens soll man der Sönderung nicht mehr er-