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wähnen. Die Urheber dieser Unruhen werden um22000 Gulden gebüßt, um daraus die Unkosten zubezahlen und die Beschädigten zu trösten. Nach die-sem Spruch legten beyde Theile das Gewehr nieder.Die Katholiken beschwehrten sich hernach, daß ih-nen dieser Spruch aufgedrungen worden. Um dem-selben Kraft und Leben zu geben, erschienen im Mär-zen des folgenden Jahres, und im Julius 1704.ansehnliche Deputationen zu Sagaus: nichts dcsto-weniger glomm noch lange das Feuer unter der Asche.
Als im Jahr 1708. die Synode zu Jlanz demPfarrer zu Sagaus die wirkliche Uebung des refor-mieren Gottesdienstes bewilligte, wurde er gleich-wol von Zeit zu Zeit von den Anhockten durchgewaltsamen Unfug gehindert, und von jungenLeuten beyderley Geschlechts mit Steinen und Prü-geln verfolget. Unterm 6. Sept. 1710. erklärte sichhierauf der Bundestag zu Demos: Wofern diekatholische Sagenser den Spruch vom Jahr 1704.nicht bis auf Gallustag durch ausdrückliche Aeus-serung annehmen würden, so werde man sich ge-gen sie aller Repressalien bedienen, und damit denAnfang machen, im Churwalder-Gericht den dorti-gen Katholiken die Kirche zu beschließen. Auch sollezu künftiger Vollziehung aus jedem Hochgericht einAusschuß von ioo Mann jezt schon zum voraus auf-^ gemahnt werden. Bey solcher Bewandtniß derSachen legten sich endlich die katholische Saganserj zum Ziele.
Noch können wir einen andern Rirchmstreit eben-falls in dem obern Bunde nicht unberührt lassen.Es betrift die Factionen der Frutist» und der pretistt