Band 
[Zweyter Theil.]
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kommen können. Zu Güttingen und Müllheimwagte man gleiche Versuche, und im Jahr 1661.waren sie an lezterm Orte gelungen. Noch imJahr 1709. erschien der Obervogt in der Reichenau,im Namen des Bischofs zu Ronstanz, mit densel-den Ansprüchen auf Ermatmgen. *)

Im Jahr 1705. war ebenfalls in dem obernThurgäu ein Streithandel wegen BesilchlMg desGottesdienstes zu Neukirch entstanden. **) Un-geachtet die reformirte Nachbaren seit 140 Jahrenden Zutritt zu dieser Kirche genossen, und ihnendas Recht dazu sowol durch den Landesfrieden über-haupt zukam, als auch noch im Jahr i6Z2. beson-ders bestätigt worden, so ward es ihnen nunmehrauf einmal von dem Dohmstifr zu Bischofzell strei-tig gemacht. Der Streit kam vor den Landvogtim Thurgäu. Den 22. März 170z. sprach dieserzu Gunsten des Dohmstifts. Seither wurden mitdiesem Handel die Tagleistungen beschäftigt. Diekatholische Rantone wollten ihn als eine Civilsachedurch Mehrheit der Stimmen, der Kanton Zürich ials eine Btrchensache durch gleiche Satze entschei- ^den. Mit Eifer drang dieser Kanton auf die Beob-achtung der Verträge von den Jahren i6z2 und 1656.,Endlich thaten die unpartheyischcn Rantone imJahr 1705. einen gütlichen Spruch, und überließenden Partheyen, ihn in reife Beherzigung zu meh-

v) Abstb. Arau, März 170;. 8. 7 . Febr. A. C. §. ;>Ar. Beyl- 1706.

K2) Mich. Baden, Jemier 17°!- §- L- April Z. 5. Iahnrcchnung 1^06.