Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
447
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70. Ueber die übrigen allgemeinen oder besondernBeschwerden verspricht der Bischof gänzliche Befrie-digung , nach Anleitung der Verkommnisse.

In dieser Rücksicht tragt Bern für sich selbst dieergangenen Kosten.

Neue Mißverständnisse federten im Maym.iyneine neue Unterredung. Die Abgeordnete des Bi-schofs erschienen zwar zu Bern; allein unter vorge-wendeter Besorgniß des päbstlichen Bahns wolltenssie von ihren Ansprüchen keineswegs abstehen, und-die Unterhandlung blieb fruchtlos. Schon bot Bern2OOQ Mann auf: Allein auf Empfehlung des fran-zösischen Bottfchafters und des Churfürsten von-der Pfalz sowol als auf wiederholte Zuschriften des'Bischofs, entschloß sich der Kanton nochmals zu^gütlicher Unterhandlung. Man trat zu ArbergZusammen. Hier die Hauptpuncten des getroststenWerglichs:

i i°. Zur Zeit der Reformation war durch Mehr-heit der Stimmen in den Gemeinden ob dem Fel-jsen die reformirte Religion eingeführt, in den Ge-meinden unter dem Felsen aber die katholische bey-behalten worden. Nunmehr geschieht eine solcheGönderung der verschiedenen Reiigionsgtnossen,daß in Zukunft zu Seehof (Elays) unter dem Fel-sen nur Ralhohsche, hingegen in der Probstey obdem Fehen nur Reformirte wohnen; auch aus-schließend in der einen Gegend nur diese, in derHydern nur jene Religionsübung statt hat. Zu demEnde hin sollen die Einwohner, die es betrift,lbis auf St. Michaelstag ihre Häuser und Güter-umtauschen oder verkaufen; wiedrigenfalls dieses