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in allweg gepriesen. »Was kann die Rathe, heißt»es, von dem gemeinen Besten abziehen? Warum» sollte es ihnen weniger am Herzen liegen als dem„ Bürger? Schwarze Verläumdung ist es, wenn»man ausstreut, der Rath reiste die Rechte des»Souverains oder des Volkes an sich. Hievon iß„ er weit entfernt, nur kennt er die Gefahren ei-»nes Generalrakhs, der über Staatssachen berath-» schlaget. Diese Gefahren kannten unsere Vater zu„einer Zeit, da die Bürgergemcinde zu Genf erst»noch aus 500 bis 6oo Gliedern bestand. Indeß„ist es eine Maxime, die zur Anarchie führt, wenn»man behauptet, daß, sobald der Generalrath ver-»sammelt ist, alsdeun alle Bürger gleich seyn, und»die erste Magistratsperson nicht mehr gelte als jeder»Particular.» Diese Denkart der Bürger schreib!der Verfasser auf Rechnung der müßigen Glücksumstände bey den einen, bey den andern aber aufRechnung des gekränkten Ehrgeitzes. Fatio undseine Anhänger nannten diese Schrift eine sophistb>sche Schulchrie. Die Prediger Hinwider donnertenab allen Kanzeln gegen die Eiferer für eine unbe-zähmte Freyheit. Solche Predigten und Schriftenerbitterten, anstatt zu beruhigen.
Den 5. May ward endlich der Generalrath zu-sammenberufen. Bey Anbruch der Sonne versam-melten sich die Repräsentanten in der Madelenen-Kirche, präget stieg auf eine Banke und redete dasVolk an: » Erinnert Euch aller eurer bisherigen Dc-»mühungen. Dieser Tag zernichtet oder krönt sie.„Saßt Euch beym Anblick eurer Obrigkeit nicht irr«»machen. Sie sind die ersten unter gleichen. Ihr