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»Vorrang verschwinde in Gegenwart derjenigen,i »von denen sie ihn entlehnt haben. Zugleich aber^ »bedenkt, daß Ordnung, Anstand und Mäßigung^ »dieFreunde der Freyheit zieren, und daß ihr ohnei »dieses unmöglich den Sieg davon tragen könnet.»^ Die Anwesende umarmten sich, und zogen in bester^ Ordnung nach der St. Peterskirche. Der älteste
> Pfarrer Calendrini eröffnete die Bürgerversamm--lung mit einem rührenden Gebethe. Hierauf zeigteder erste Syndik an, daß die Gesandte von Zürichund Bern, im Namen ihrer Hoheiten, die BeysWohnung verlangen. Nach Verlesung ihrer Kredi.tife wurden sie durch Abgeordnete herbeygeholt.Sie kamen in gefärbten Kleidern, den Degen ander Seite. Der Syndik de Normandie redete sie
> an. Der Statthalter Ulrich von Zürich las seine« Antwort, welche überhaupt das Glück der Eintracht^ herausstrich, und für die Repräsentanten eben nichtj schmeichelhaft war. Die Reihe zu reden kam an
! ^ den zweyten Syndik Lhouet. Sein Vertrag warl j dem Schein nach sehr populair. » Verbrechen wäres ;«es, zu fragen, wer der Souverain dieses Staats> «sey? Ohne allen Zweifel ist es diese hohe und^ »höchste Versammlung. Man klagt, daß sie seit
- ^ »einem vollen Jahrhundert niemals sey zusammen-
- ^ » berufen worden. Der simple Grund hievon ist wol/ ' «kein andrer, als weil es niemals des Volkes WilleS ' «gewesen. Alle Tage hätte es der Souverain thun< »und den dem Rath anvertrauten Gewalt zurück-k. «nehmen können. Die Vater und wir kannten urUt «sere wahren Vortheile besser, und haben es nichtlk »gethan. Der große Rath ist der Minister, der