ziehrrng stand. Hierauf kam die Reche an die Geist«licheii. Sämmtlich drangen sie auf die Leistung des
- Eides und auf die Zulassung der «idgenvßischen Ges; sandten. Zu Gunsten der leztern sagte einer aus1 dummer Unwissenheit: Habe» nicht auch die Genfer-,! Gesandte auf einer eidgenöfiischen Tagleistung Sitzi und Stimme gehabt? Wahrend daß man, den Eid-^ schwur betreffend, von Banke zu Banke das offene
Mehr sammelte, fieng Falto wieder zu reden an:
- Ohne die gefährlichsten Folgen könne man die eid-genößifchen Gesandten keineswegs beywohnen lassen»Wenn der König in Frankreich die gleichen An-sprüche machte, wie würde man alsdenn diesen ge-krönten Bundesgenossen zurückweisen können? ImJahr l;z 2 . traten ja die Gesandte von Bern undFreyburg auch ab. Eine Tagsatzung ist keine Bürgengemeinde, kein Souverain. Als Fatio hierüber dasheimliche Mehr forderte, so sagte der erste Syndikunwillig: Wenn Fatio Meister seyn will, so kanner an meinen Platz sitzen! Damit hob er die Ver-sammlung auf und verschob sie bis auf nächstenDonnstag. Tags darauf begaben sich verschiedeneDeputationen abseite der Räthe, der Geistlichen,der Bürger zu den Gesandten - mit der Versicherung,daß sie an dem Vorschlag, sie zu entfernen, keinenAntheil gehabt haben. Obgleich die Gesandte, wel-che dem ihrentwegcn entstandenen Zwist von Anfangbis zu Ende beygewohnt hatten, kein Wort daznsprachen und sich nicht zu regen schienen, so beklag-
^ ken sie sich gleichwol in einem schriftlichen Bericht^ an ihre Hoheiten und je länger je mehr äußerte sich, ihr Unwillen gegen die Bürger.