Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Regierung und ermähnen zum Frieden. Für den Ausgenblick wurden die Gemüther durch eine allgemei-ne Amnestie des Rathes beruhigt. Jedermann legtel die Waffen beyseite, und dachte mit Entsetzen an^ das Blutbad, welchem die Stadt noch vor wenigen1 Stunden blosgestellt war. Die drey Garnisons«Compagnien kamen den Bürgern nicht aus dem/ Sinne. Ueber Hunderte versammelten sie sich desfolgenden Tages, und wollten eine Klagschrift ab-fassen , daß Soldaten, welche der Bürger zu seinemSchutz bezahlt, sich gegen das 2>olk anführen lassen.Der größere Theil sehnte sich nach Frieden, und sobehielt man die Klagschrift zurück. Indeß sah sichdie Parthey des Raths mit dem Hasse der Volks-.parthey beladen. In St Gervais entsteht ein Tu-mult. Robert paudenet wird von den Bürgern be-schuldigt, daß er bey lezterm Generalrath die Stim-men fälschlich gezahlt habe. Zitternd erwarten dielUeberläufer zn der Rathsparthey, was der Rath zu«ihrer Rettung vorkehren werde. Fatio bringt durchIseinen Einfluß das Volk auseinander. Um mehrereIllnfugen zu hindern, ließ der Rath die Hauptquar-tiere außerordentlich bewachen, jedoch nicht langerZals 8 Tage. Um gleiche Zeit bereiteten sich die eid-genößische Gesandte zur Heimreise. Den Berner-, Gesandten stellte der Rath vor, daß er zur innernSicherheit fremde Hilfe bedürfe, verlangte sie aberk unter dem Verwand der Gicherstellung vor aus-L- wartigen Gefahren. Die Lerner schrieben hierüber^ an die Hoheit, und versprachen, einige Compagnienaus dem pays de Vaud einrücken zu lassen. Alsrdie Gesandte von Zürich erst ein paar Lage her-