Band 
[Zweyter Theil.]
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diese Neuerung suchte der Landrath durch Aus-schüsse die alten Urkunden hervor. DieAusschüssebestrafte der Abbt um 500 Speciesthaler/ und zwarweil sie einen Schrank/ worinn das Landpannier ver-! wahrt liegt/ in Ermanglung der Schlüssel/ durcheinen Schlosser hatten öffnen lasse«/ um nachzuspü-ren / ob vielleicht einige Documente zu ihrem Be-huf sich unter den Panncrbriefen befinden. Der-gleichen scharfes Verfahren gegen die angesehenstenMänner im Lande/ und die durchgängige Bedrückunghinterhielten das Volk nicht länger; durch Abgeord-nete flehte es Schweiz und GlaruS/ in Kraft seinesLandrechtes / um Hilfe an. Schriftlich bat Glarusden Abbt und seinen Landvogt/ daß das Volkmit dem ganz ungewohnten Straßenbau verschontwerden möchte. Seine Zuflucht zu den verland»hechteten Rantonen beleidigte den Abbt. Untermri. Aprill sollte er vor dem Tribunal dieser Ran»tone gegen die Toggenburger zu Recht stehen.Anstatt aber durch einen Bevollmächtigten zu ersscheinen / schickte er nur durch einen Läufer einSchreiben, worinn er Aufschub begehrte' Er erhieltihn bis auf den 9. Maymonat 1702. An diesem Tagfällte der Ranton Schweiz einseitig ein Urtheil.Die Toggenburger/ die sich dabey verkürzt sahen/wendeten sich durch Ausschüsse an Glarus Den21. May, alten Styls/ entschloß sich dieser Kantonzur Bcschützung derselben/ und zu feierlicher Er-neuerung des Landrechts. Hicvon benachrichtigteer Schweiz sowol als den Prälaten. In der Zu-schrift an diesen ließ man die Betitlung an unserngnädigen Herrn weg. Uneröffnet schickte er des-