Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
512
JPEG-Download
 

zis

hervorbringen. Unterrichteter Sachen gieng manauseinander.

Mit Anfang des Jahres 1708. vermehrte sichdie Bitterkeit sowol unter den Rantonen, als selbstunter den Religionspartheyeu im Toggeuburg.Auch sogar unter den Reformirten stiftete derPfarrer Serin zu Rrumenau, aus Haß gegenden gregorianschen Ralender, unzeitige Ent-zweyung.

Auf einer Tagsatzung im Hornung gaben die ka-tholische Rantoue ihren Beyfall zu einem gemein-schaftlichen Schreiben an die Toggenburger beyderReligionen, um sie vor jedem Unfug zu warnenund ihnen baldige Beruhigung zu versprechen. Baldhernach gab man den katholischen Abgeordnetenaus der Grafschaft, auf ihre Bitte, in Zürich einbesiegeltes Zeugniß: Daß der Abdt sich bey Zürichund Bern zu unumschränkter Bewilligung der Rc-Ugionsfreyheit für die Reformirten im Toggen-bürg anheischig gemacht habe, wofern man ihmhingegen in politischen Sachen unbedingte Gewaltzugestehen wollte. Dieses Zeugniß öfnete auch denkatholischen Toggenburgern die Augen, und vondieser Zeit an wurden sie vertragsamer gegen ihre rttformirten Landsleute. Von kurzer Dauer indeß wa-ren diese mildern Gesinnungen. Als man zu Blicheberg mit dem Singen vorder predigt den Anfangmachte, so drangen die Ratholiken von allen Sei-ten in die Kirche, mit den unsinnigsten SchimpftWörtern. Endlich kam es zu blutigen Streichen-Morgens darauf war Markttag zu Lichlensteg; es

ent-

e

l

r

c

ri

S

s

h

s

8

S

ii

r,

ü

ft

kl

r

r,

V

r

n

ti

u

!

8

t!

§

h

V

d