?r4
kosten eine Schätzung auf das Land gelegt hatte, 'Zu Bilckiberg widersezte man sich den Einnehmern,Sogleich bot der Landrath ein Corps von 282Mann auf, und die Widerspenstigen sträubten sichnicht mehr. N
Auf die erste Nachricht von diesem Unfug berief I!Man einige Abgeordnete des Volkes auf die Tag-leistung nach Baden. Unterwegs wurde einer von -ihnen bey Uznach so übel mißhandelt , deß sie esnicht wagten, weiter zu gehen, sondern den Rucks ^weg nahmen, und die Ursache ihres Ausbleibens ;nach Baden berichteten. Inzwischen fuhr man fort, !an einem Verglich zu arbeiten, immerhin fruchtlos. >Joseph Anton Stadlcr, gewesner Landvogt im ^Rheinthal, des Raths zu Schweiz, und wirklicher !Hanptmann in kaiserlichen Diensten, war in denkatholischen Nantonen noch einer von den Bckschützern der Toggenburgischen Rechte. Ganz umVersehens ward er im August 1708. zu Lachenaufgehoben, und im Begleit von zween Landweisbeln und zwanzig Muscetairs nach Hause gebracht.Schon vor etlichen Monaten hatte man ausgesstreut, daß er in seinem Glauben mehr als lauwäre, und die Toggenburgischen Ansprüche zumNachtheil des Ratholici mus beförderte. SolcherReden wegen hatte er sich genöthigt gesehen, einigeseiner Verläumder vor Gericht, und sogar im Mär-zen dieses Jahres selbst vor die Landesgemeinve zuziehen. Für einmal noch trug er den Sieg davon.Dieß verursachte, daß er seinem Kredit allzuvieltraute. Man behielt ihn gefangen bis im Septem-ber. Ueber die Klagpunkten ward er gütlich verhört;