Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
517
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nian, in Bern, und dem Grafen von Metternich,preußischen Gubernator zu Neuenburg. Bey al-len diesen Verhandlungen blieb der französische Vott-schafter ruhig, und begnügte sich über den kaiser-lichen Sollschafter bey gegebnem Anlaß einige beißsige Anmerkungen zu machen. Im Jenner 1709.übergab dieser leztere den beyden Kantonen Zürichund Lern ein Rescript seines Hofes , ganz in demTone des Abbts von St GaUen, jedoch mit Empfeh-lung bloß gütlicher Mittel zu Beylegung des Strei-tes. Erst nach wiederholter Auffoderung des Gra-fen von Trautmamiödorf, verfaßten die beydenRamone eine Antwort, worinn sie sich auf ihrlezteres Memorial an den Bottschafter und auf St.Saphorins Schreiben nach Hofe beriefen. Baldhernach hatten sie von den holländischen und eng-lischen Ministern die Versicherung bekommen, daßdie beyden Seemächte auf alle Weise den Baiservon der Einmischung in den Hauestreit der Eidge-nossen abhalten werden.

Mittlerweile erhielt Zürich die Nachricht: Es könn-te sich auf Ostern etwas höchstbedenkliches im Tog-genburg anzetteln. An die Gränzen schickte manalso etliche Offiziers, mit dem geheimen Auftrag,im Nothfall an der Spitze einiger schon lange marsch-fertiger Compagnien dem bedrängten Theile zu Hilfezu eilen. Zu Rirchberg und Hanau herrschte zwi-schen den verschiedenen Religionsverwandten nochimmer einiges Mißtrauen. Besonders war der Prie-ster in der leztern Pfarre, aus dem Nanton Zuggebürtig, immer bereit zur Stöhrung des Friedens.Die wert zahlreichere, katholische Gcmeindsgenofl