Band 
[Zweyter Theil.]
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um 8 . Uhr Morgens noch kein Bein auf dem Platzegewesen, Abends um 4. Uhr niemand mehr zu sehenwar. Wenige Stunden vor dieser Feyerlichkeit warvon dem Abbl eine ernstliche Protestation eingelangt/dieselbe vor dem Landrath verlesen, und der Ueber-dringer mit den kurzen Worten weggeschickt: Manhabe die Protestation gelesen.

Von seinen gesezgeberischen Anschlägen in Betrefder Polizey, der Kirchenzucht, des Ehegerichts,Des Militairwcsens, u. s. w. schrieb Nabholz nie-mals ein Wort nach Zürich, bis er die Sachen insReine gebracht hatte. Er that es, um die Freundedes Toggenburgs nilht muthlos, die Gegner hinge-gen nicht noch unwilliger zu machen. Diese klugeVorsicht mißfiel einigen Rathsgliedern in Zürich sesehr, daß, wenn sie durchgeschlagen hatten, ihm,anstatt der Danksagung, vielmehr ein obrigkeitlich«Mißfallen bezeugt worden wäre.

Von Toggmburg aus war die Zusammenbew'fung der Landesgemeinde auch den beyden verlandrechteten Rantonen, jedoch zu einer Zeit bekanntgemacht worden, daß, wofern selbige allenfalls evwas mißbilligen wurden, alsdenn schon alles gethanseyn möchte. Nachdem Nahholz von der ganzenVerhandlung in Zürich vor dem großen Rath Rech-nung abgelegt hatte, ward er mit einem Kredit-!'nach r>ern geschickt, um auch da von allem Berichtabzustatten. Er wurde obri keitl-ch bewirthet, er-hielt allen Beyfall und ein Geschenk von Zo Duca-ten. Wenige Tage nach seiner Rückkunft von Bcnikam Nachricht aus dem Coggmburg, daß die per-sönliche Mißverstän-tnisse des Sekelmeister Rüdt

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