Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
535
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Kaum hatte er nach ferner Heimkunft in Zürich vonder verworrenen Lage im Toggenburg Bericht ab-gestattet, als auch Abgeordnete aus dem Thurthaleintrafen, und durch ihre Klagen ihm beynahe ei-nen derben Verweis zuzogen. Bald änderte sich dieGestalt, und von dem großen Ratb wurde erkennt:Nabholz sollte zu der bevorstehenden, reformirtenLagleistung in Arau berufen und daselbst sein weitesrer Bericht angehört werden. Auch hier redete ermit der Frcymüthigkeit eines Manns von Einsichtund unerschütterlicher Rechtschaffenheit Er hatte soganz den Beyfall der Lerner-Gesandtcn, daß auchdie Züricherfthe nicht umhin konnten, ihn frischendings wieder ganz allein ins Toggenburg abzu-senden. Man vermied die Absendung eines Gtan-dcohauptes, unter dem Vorwand, daß sonst Schweizund Glarus auch zu einer Gesandtschaft möchten ver-leitet und dadurch große Verwirrung erzeugt werden.Nabholz erhielt ein obrigkeitliches Rredttif, und inseiner Instruktion war der lezthin errichtete Haupt-verglich zum Grunde gelegt. Zugleich gab man ihmein Paar besondere, ziemlich scharfe Mißiven anPösch und Rüdlmger mit. Seine Verrichtungenim Toggenburg giengen glücklich vonstatten, erhiel-ten den Beyfall der beyden ersten Uantone, destobitterere Critik aber von den katholischen Orten. —Unlängst war Hauptmann Reller, der vorjährige Prä-sident bey der großen Toggenburger-Landsgemeinde,auf einer Wallfahrt nach Einsiedeln, in Gefahr ge-rathen, von einigen Schweizern aufgefangen zu wer«den; Nabholz sagte hierüber auf der Tagleistung zuBaden einigen katholischen Gesandten rund heraus: