Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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für einmal auf Rechnung hin die weltlichen Gefalledes Abbts im Lande einziehen sollten. Nicht nurgeschah es aus dringender Noth, sondern auch nachden Vertragen. Vermög dieser leztern nämlich soll-ten die Justitz und das ganze Land auf Unkosten desAbbts besorgt werden; die Besorgung aber lag jeztin den Handen des Landrathes , folglich bezog aucher die Gefalle und zug'eich den Zoll bey der Brückezu Schwarzenbach, nebst der Landessteuer, so wiesie im Jahr i;iz und 151400» den beyden verland-rechteten Kantonen bestä'igt worden.

Schon unterm 5. Febr. sch ug der Abbt an alleKirchen im Lande ein fürstliches Mandat an, wo-rinn er alle diejenige, die ihm seine Gefalle entzie-hen würden, mit schwehrer Strafe bedrohte. Nochvorher unterm 18. Jenner hatte der Landrath vonden Kanze'n verkündigen lassen, daß, ohne seineBewilligung, niemand einige Erkanntniß ausgehenlasse. Schnurstracks lief also dieser Auskündigungdas Mandat des Abbts entgegen. Unterm 2«. Horn.und den z. März ahntete es der Landrath, und hef-tete an alle Kirchthürme Gegenbefehle. In äußer-ster Wuth schrieb der Abbt eine Vrotestation aus,und suchte durch schmeichelhafte Worte das Volkvon seinen Führern abwendig zu machen. Aller Or-ten , besonders auch zu pitschwyl, predigten diePriester Aufruhr gegen den Landrath. Neuerdingssezte sich vieler in gute Gegenverfassung, und ver>mehrte die Besatzung in den drey Schlössern.

Um diese Zeit versammelte sich eine außerordent-liche , reformirte Tagleistung zu Arau. Es ge-schah wegen des bevorstehenden, Uetrechtischett