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Frauenliebe mischte sich auch hier in das politischeSpiel ein. Man bediente sich einer reichen Wittwe,für deren Hand er das Interesse des Vaterlands auf-opferte. Ebenfalls durch eine vortheilhafte Heurachward auch sein Bruder, der erst neulich aus franzö-sischem Dienste zurückkam, für den Abbten gewon-nen. Nicht wenig trugen diese beyde Männer zumAbfall des un ern Amis bey.
Unter solchen gefährlichen Umstanden begab sichNabhol; mit obrigkeitlicher Jnstruction ins ToAgenburg Den reformtrtm Landräthen, vor-nehmlich pösch und ttüdlinczer, zeigte er an, daßman, bey aller Zuneigung für die Glaubensgenos-sen , in Zürich den unmäßigen Eifer gegen die Ka-tholiken höchlich mißbillige, und ohne Unterscheidder Religion gegenseitige Eintracht erwarte. Demsämmtlichen Landrath aber verdeutete er, die Wil-lensmeinung der beyden Vororte sey, daß kein Theilohne Vorwissen und Miteinstimmung des andernjenen betrüglichen Vorspieglungen des Abbts Gehörgebe, oder sich in einseitige Unterhandlungen ver-wickle. Wenn aber, gegen alles Vermuthen, thun-liche Vorschläge an das Land insgemein gelangen,alsdenn möchte man sie anhören, jedoch daß selbigeauf die im Jahr 7709. abgebrochene Vermittlung ge-gründt und dabey die Einwilligung der beyden Vor-orte vorbehalten werden. Oeffentlich verkündigteder Landrath diese Willensmcinung, auch verbot erden Priestern, bey schwehrcr Strafe, alle aufrühri-schen Reden. An mehrern Orten bemerkte manheilsame Wirkung. Zu Lütifpurg hingegen ließ derPriester auf Ostern die Gemeinde versammeln, und