55 ?
Ihr Lager wählten sie zwischen Lenzburg undDthmarstngen.
Der Kanton Schweiz bot zu gleicher Zeit seineAngehörigen in den Höfen an dem Zürichersee auf,auch berief er die Unterbeamten in den Freyen-ärntern nach der Abbtey Muri, um ihnen die nö-thige Ordre zu geben. Bald darauf, den i6. Aprilwarf der Kanton Lucern 400 Mann gegen die Ver-tier-Gränzen in das Kloster St. Urban; auchmachte er alle Anstalt zur Besetzung der passe vonMeningen, Brrmgarten, Baden / würelingen,Hasen - und Heitlisperg / um, wo möglich, dieVereinigung der Lerner-Truppen mit den Zürj-cherschen zu hindern. Der Nuntius Caraccioli,der den Ausbruch dieses Feuers in der Eidgenoß-schaft angefacht hatte, hatte schon nach Rom ge-schrieben , um daselbst für das waffenglück der ka-tholischen Eidgenossen beten zu lassen; auch sollendiese wirklich 26000 Reichsthaler von dem Papsteerhalten haben.
Inzwischen blieb das verstärkte Elggäuercorpskeineswegs müßig. Bodmer hatte sich mit dem-selben zwischen Rickenbach und der Stadt Wyl, aufoffenem Felde gelagert. Schon waren die Stückegegen die Stadt aufgepflanzt. Die Generalitätschlug ihr Quartier zu Rickenbach auf. Außer Mül-ler und Wirth hatte sich aus diesem Dorf jeder-mann nach wyl geflüchtet. Sobald der Soldat>m Felde die Uebergabe des Dorfs vernahm, soblieb der Befehlshaber nicht länger Meister. Manlief hin, um einen Tropfen Weiu zu finden, oderWenigstens aus der Bache frisches Wasser zu schöpfen.