Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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§6s -

katholische Rantone der ganzen Grafschaft Barden bemächtigt. Je langer je schwieriger wurde da-durch die nur allzulang verzögerte Vereinigungder Bernerschen Truppen mit den Züricherschen.Der Landvogt sah sich von allen Seiten umzingelt;um so viel verlegener war er, da er, in Kraft desUrbars von Baden, bey Entzweyung der regieren-den Kantone, verpflichtet war, den mehrern Stim-men zu gehorchen.

Aus Besorgniß, die V. katholische Rantone möch-ten sich gleicher Weise auch des Thurgäus bemäch.tigen, trug man dem Züricherschen Rriegsrath zuElgg auf, daselbst, jedoch ohne Gewaltthätigkeiten,das Volk huldigen zu lassen. Zu gleicher Zeit solltesich der Zürichersche Obervogt im Laufen des Pas«ses bey Rheinau bemeistern.

Ueber die Verwirrung und den Mangel an Krie-geszucht im Toggenburg schrieb Nabholz unterm2g. April an den Rath zu Zürich: „ Daß die Be-nützung in dem Kloster Magdenau sich bescheiden„betrage, mag beygelegtes Gezeugniß der Aebbtis-„sinn beweisen. In dem Rloster Gt. Johann„ hingegen sind die Patres mit dem Züricherschen„Kommandanten sehr wol zufrieden gewesen, desio-„mehr aber beklagen sie sich über die thierischen„Thurthaler, daß sie das Sacramenthäuslein ent-„weiht, woraus aber zu gutem Glück die Monstranz„noch in Zeiten gerettet worden; daß sie die Opfer-„stocke aufgesprengt und geplündert, die Kirche„hinterm Altar mißbraucht, den Bildsäulen die Füsi„se abgeschlagen, einige geistliche Personen verlest„und vieles weggeraubt haben, war aber grossen/