ten sie ans Land. Der Feind lag nun mit 250,oder, nach andern, mit 400 Mann auf einer Anhö-he, die das Ladische Ufer und das dortige alteSchloß Fridnau beherrschte, einfach und schlechtverschanzt, unter dem Commando des französischenGarde - Lieutenants Meyer von Rlmgnau ; dieSöldner waren meistens Leute aus den benachbartten Dörfern von Baden, grossentheiis unwilligzum Dienste. Nach dem Zeugniß des WeylischenKapuziners, I- A Retters von Lucern, welcherden ganzen Verlauf des Toggenburgergefchäfts inclaßischem Latein beschrieben hat, soll der Graf vonTrautmannodorf den schweizerischen Landshaupt-mann H. L. Reding, zu Baden schon drey Tagevorher gewarnt und ihm beynahe die Stunde derverabredeten Vereinigung zwischen den Berner- undZüricher-Truppen angezeigt haben. Wahrscheinlichnicht an Willen, sondern an Geschick und Vermö-gen mangelte es, zur Benutzung der Warnung. Un-ten am Rost, wo die Limmat sich in die Aare er-gießt , landeten zwey grosse, bewaffnete Berner-schiffe. Der mit 50 Mann daselbst stehende Wacht-meister machte Einwendungen; allein die Berner-mannschaft stieg mit aufgezogenen Flinten die Reb-hügeln hinan. Die Siegenthaler, von welchen (wiegesagt,) 50 am Rost standen, 50 andere aber amäußern Steig verschanzt waren, fiengen halbtrunkeneinen gewaltigen Lärm an, und unvermerkt gabensie den Reiß aus. Auch die andern Bernerschiffelandeten nächst dem alten Thurm bey Freudnau;die Mannschaft stellte sich in Ordnung und fieng anzu kanoniren. Ohne geringsten Widerstand flüchtete
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