Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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fich nunmehr der Rest des Feindes. Inzwischen ließDer Lieutenant Meper den Landsturm ergehen»Er brachte etwa ioo Mann auf die Beine. Da eraber umsonst auf weitere Ordre wartete, so lief seinVolk auseinander. Man sezte ihm nicht nach, undrichtete darum auf der jenseitigen Anhöhe die Kano-nen in die Lust, doch wurden sie, zur UnterhaltungDes Schreckens, in Zeit einer halben Stunde beyachzigmal losgefeuert. Die Kerner befanden sichschon in völligem Besitz des Passes, auf dem Felde,in drey Korps getheilt, den Wald im Rücken, vondem groben Geschütz und einer Hinterhuk bedeckt,die Vorhut einen Flintenschuß weit höher hinaufgegen dem Siegenthal Noch blieben die Züricherzurück. Gegen 8. Uhr betraten diese über 2000 Mannden Baderboden bey Gchmeißingen; überall, wosie durchzogen, flüchteten sich die Einwohner in dieDörfer, und legten das Gewehr ab. Erst abendsum 4. Uhr erfolgte, und zwar ohne einige Schwie-rigkeit, die wirkliche Vereinigung der Züricher-scheu und Nernerschen Truppen, auf einem Feldezwischen Tagerfeldcn und Würelingen. *) Ihr lan-ges Ausbleiben entschuldigten die Züricher, so gutsie konnten, durch die Verspätung der Artillerie;anfangs gab es saure Gesichter. Abends um 8. Uhrlagerte sich das vereinigte Heer bey Längnau; nurwenige Compagnien nahmen ihr Nachtquartier zuEndingen-

*) Man s.he das gedrnchte Berner-Diarium, wie auchdie von dem Kanton Bern herausgegebene, gründlicheVorstellung, verglichen mit des Kapuziner ReversNachrichten.