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Ungefähr in derselben Stunde, da die Lernersich des Passes bey der Stille bemächtigt hatten,gieng im Thurgäu ein nicht weniger wichtiger Auf-tritt vor. Gegen 5. Uhr morgens erschien der Ma-jor Ludwig Hirzel mit fünf Compagnien zu Fuß,zwo Reuterschwadronen und einigen Stücken vorden Thoren zu Frauenfeld, und nahm ohne eini-gen Wiederstand Besitz von der Stadt. Dem Land-vogt Heinrich zeigte man an: Da die V. katholi-schen Rantone eigenmächtig sich der Freyenämterund der Stadt Laden bcmeistern, so glaubten Zü-rich und Bern sich zu gleichen Schritten rm Thur-gäu berechtigt. Der Landvogt solle sich also füreinmal mit der Regierung nicht weiter beladen, in-deß aber mit einer zugegebenen Wache im Schlosseverbleiben, und, so lange er sich ruhig halte, gänz-liche Sicherheit und Beschirmung genießen. Mitnoch schärferm Hausarrest wurde der Landam-mann Rüpli belegt, und zwar, weil man bey Un-tersuchung seiner Schriften einige höchst verfänglicheantraf. Mit seinem Bruder, dem Stadtschreiber,wurde er hernach den 15. May, unter einem Be-gleit von 24 Reutern, gesanglich nach Zürich gelie-fert. Der Landweibel entfloh durch eine Hinter-thüre. Der Ranzleyverwalter Büeler befand sichzu Baden. Die übrige katholische Einwohner hat-ten ihre Güter nach Konstanz geflüchtet. Sogleichwurden auch in die benachbarte Rarthaus Ittin-gen, nach Fischingm und Sonneuberg, Züricher-sche Besatzungen geworfen. Das ganze Thurgäuentließ man seiner Verpflichtungen gegen die mit-regierende Kantone, und nahm es, unter Versiche-