Band 
[Zweyter Theil.]
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Unterm 2. May erschien in Zürich ein Schreibenton dem Bischof;» Ronstanz, folgenden Jnnhalts:Ungeachtet der verabredeten, gegenseitigen lsieutra-lität, hatte der Elggauische Kriegesrath dieGemein-den in unsern Aemtern, als Gottlieben, Egnachu. s w. in Huldigung genommen; auch haben eureTruppen sich unsrer Städte Kaiserstuhl und Kling-nau bemächtigt, und überall werden wir von demgemeinen Mann mit Schwerdt und Feuer bedräut:Wir ersuchen also, daß die verübte Thätlichkeiten gutgemacht und keine neue gestattet werden. Auch un-sers Orts werden wir die genauste Neutralität beob-achten und dafür sorgen, daß selbige sowol vonallen unsern Angehörigen, als auch besonders vonunsrer Besatzung in dem Schloß Kaiserstuhl, undvon den kaiserlichen Völkern an den Ufern des Seesund des Rheins beobachtet werde. Man rechtfertigtedas bisherige Verfahren gegen den Bischof, auchversprach man ihm gegenseitige Neutralität.

Zu Laden hatte inzwischen anfangs des May-monats die von den Bastlern ausgeschriebene, eid-genößische Tagleistung den Anfang genommen. Dadiese Mallstadr den beyden Vororten verdächtigschien, so traten ihre Gesandte absonderlich in Zur-zach zusammen. Unterm z.May abends um n. Uhrschrieb der Landammann Schorno von Badenan den katholischen Rciegesrath zu Vfästkon»Heute Nachmittags beschloß die Seßion der katho-lischen Stande, daß man dem Begehren der bey-»den Vororte keineswegs stakt geben könnte. Wo-»fern man nämlich, nach ihrer Forderung, die Be-»satzungen aus Baden und Melliugen wegräumen