Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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„Man sollte sich in gemeinschaftlichem Namen bey„dem kaiserlichen Bottschafter um Hilfe bewer-„ben; für einmal aber ward es noch nicht thun-„lich gefunden. „

Unterm 4. May schrieb der Herzog von Savoyman Zürich, daß er, vermög alter Verbindungenmit der Eidgenoßschaft, der innern Zerwürfniß da-selbst keineswegs gleichgültig zusehen könne; erwünsche daher, daß besonders dieser erste Kanton,nach seiner bewahrten Klugheit, alles mögliche zuWiederherstellung des Friedens beytrage.

Den 5. May, als an dem Auffahrtsfeste, thatder Zürichersche Antiftes Rlingler von der Kanzeleinen heftigen Ausfall gegen diejenige Parthey, diedes Krieges müde zu werden anfieng. In gleicherWoche erschien ein militärisches Gebethdüchelgen,unter der Aufschrift: » Geistliche Munition und Pro-liant für die unter den Waffen stehende Völker„beyder hochlöblichen Standen Zürich und Bern,„begreifend kurze, andächtige Gebether bey aller-i-hand Kriegesbegebenheiten für Offizier und Sol-„daten u. s. w. Zürich, bey Ios.Eindinner 17-2.»Bey der katholischen Gegenparthey versorgten diePriester und Ordrnsleute den Soldaten mit geweih-ten Kugeln und Amuleten.

Von Neuburg erschienen 600 Mann Hrlfstrup-Pen, zum Theil in Aarau, zum Theil an den Grän-zen von Freyburg. Auch Viel sezte sich in Ver-eisung zu kriegerischem Beystand für Bern undZürich. Immer indeß blieben die Truppen die-ser beyden Vororte hie und da allzuweit zer-streut; im Nothfall wäre die gegenseitige Theil-

(II. Theil.) 0 o