§78
nehmuug nicht nur beschwerlich, sondern unsicher
geworden.
Unterm 6. May schrieb der kaiserliche Lottschaf-ter > Graf von Trautmannsdorf, an Zürich undLern: „ Ungemein befremde es den Kaiser, daß sie„in diesem Etreithandel alle geistliche und weltliche„Rechte und das Völkerrecht selbst hintangesezt ha-„ ben, und zwar zu einer Zeit, da sonst in der gan-zen Christenheit sich jedermann nach dem Frieden„sehne. Diese Unruhen, die sie ohne allen Grund„in ihrem eignen Lande und in der Nachbarschaft„verursachen, verrathen eine gänzliche Verschmä-,z hung des österreichischen Erbvereins; der Kaiser„sehe sich also berechtigt, ihnen die Früchte deffel-„ben, nebst andern Handelsfreyheiten zu entzie-„hen und das Toggcnburgische Reichslehen zu„schützen. >, Zu gleicher Zeit lief von Schastchause»der Bericht ein, daß 12 Compagnien Rreisvölkerzum Theil gegen den Oberste, zum Theil gegenRarserstubl anrücken.
Wie bey alb m dem der Muth des General Sod-mers unerschüttcrt blieb, sehen wir aus seinem Pri-vatschreiben an den Examinator u scher beym Kriegs-rath zu Kappel. Unterm 6. May schreibt er, einEnthusiast in der Reliston wie in dem Patriotismus:„Immer hat man zu viel Volts auf den Beinen,„und d'escs lauft sowol meinen politischen Grund-sätzen als meinem Favvritpsalm, dem zwanzigsten,„fchnurstraks entgegen. Jene verlassen sich aufWa-„gcn . di se auf Pferde. Wir gedenken an den Na-„men des Herrn unsers Gottes! Man denkt nicht„genug daran, daß auf Seite des Abbks die ganze