Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
597
JPEG-Download
 

LY7

sich an ihn einige Dragonerkompagnien von Zürich.Letztere waren der Stadt im Gesicht postirt. Als ei-ner von seinen Leuten durch einen Bogenschuß insGras beissen mußte, so rückte er näher heran, denReuterkompagnien aber rieth er, sich für einmalhinter die Kapelle zu sichern. Eines seiner Batail-Ions ließ er das Gewehr weglegen und ganze Tan.nen zur Bedeckung umhauen. Nunmehr bliebendie Toggenbuvger völlig frey vor dem feindlichenGeschütze; demselben hingegen sahn sich die Züri-cher und Berner fünf ganze Stunden mit offenerBrust bloßgestellt. Auf den Abend ließ sie die Ge.neralität zurückziehn. Nabholz bezog den obernTheil des Dorfs Rickenbach bis gegen Schwarzen-bach , unterließ aber nicht, der hohen Generalitätihr ungeschicktes Betragen in den schärfsten Aus-drücken vorzuwerfen. Sie suchte ihn durch Pros.Hirzel, den Feldprediger, und Assessor Maser zubesänftigen und versprach, in Zukunft sich seinesRaths zu bedienen.

Mittlerweile war des Nachmittags auch dasthurgäuische Briegeskorps auf der Höhe bey deräussersten Hochwache über Meerweilen angelangt.Bey Erblickung der Thurgäuer flüchteten sich diefeindliche wachen, indem sie die halbgekochtenSpeisen über dem Feuer zurückließen. Nachdemsich dieses Kriegeskorps zweyer gegen der Schabegggelegenen Anhöhen bemächtigt hatte , gab es demHauptlager jenseit ein Zeichen der Ankunft. AllesVolk, und sogar auch die Kriegesräthe blieben bisgegen Morgen bey heftigem Wind und Regen un.