Band 
[Zweyter Theil.]
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anerboten sie sich, das Kloster lieber selbst im Na-men der beyden Vororte besetzen zu lassen. Alle ihreVorstellungen blieben fruchtlos. Der Marsch begannMorgens' um 4. Uhr. Nabholz erinnerte sich seinesgegebenen Worts, die Gossauer vor aller Plünde-rung zu schützen; bey Anbruch des Tages bcsezte eralso mit seinen Toggenburgern, Gossau; auf denKirchhof pflanzte er eine Compagnie, mit ernstlichemAuftrag, daß sie jeden Muthwill oder Raub in derKirche verhindern; dann befahl er dem Pfarrer undKaplan, daß sie in den gewohnten Stunden denGottesdienst halten, unter Versicherung des mög-lichsten Schutzes. Ganz erstaunt waren die Ein-wohner, und sie klagten mit wäinenden Augen, daßman sie so schändlich betrogen und ihnen bang ge-macht hatte, als herrschte die Absicht, ihre Religionzu vertilgen. Ueber die Regierung des Abbks wa-ren sie so erbittert, daß ohne Lebensgefahr kein Be-amter sich hätte herzunahen dürfen.

Auf den Abend kehrte Nabholz nach Gberglattzurück, das übrige Volk ließ er nach Hause ziehen,und den Major Eustach Ulrich sezke er zum Comman-danten in Gossau. Durch schwere Ahndung wußteer den geringsten Unfug und Raub zu verhindern.

Bey solch glücklichem Fortgang schwoll der Hoch-muth der Toggenburgischen Anführer je länger jehöher; so gar durften sie's tadeln, daß die Genera-lität der beyden Vororte, ohne ste zu befragen, überihren Boden gezogen; auch begehrten sie, daß jaihre eigenen Truppen zugleich mit den Truppen derKantone von der St. Gallischen Landschaft Besitznehmen sollten; die Eapitulationen von Gossau und