die Züricher aber diesseits gegen der Wohnung desLandvogts. Die Bestimmung der Zeit überließ manZürich, und den dorrigcn Residenten von Vern.Diese leztern wünschten, damit nicht etwa der kaiser«liehe und der französische Bottfchafker mit Dittschrif.tcn für die Stadt Baden einkommen möchten, denAngriff beschleunigt zu sehen. Wegen Zurüstnng desgroben Geschützes aber und schwieriger Abführungdesselben von Zürich aus, wurde die Unternehmungauf den Zv. May verschoben. Mittlerweile besezteman das Fahr zu Lunkhofen mit 50 Mann, unddie Einwohner in dem Relleramt und in den Freyemämt-rn legten das Gewehr nieder.
Wahrend daß für einmal im Toggenburg keineweitere Gefahr vorhanden war, begab sich Nab-holz auf Zürich, theils um ausführlichen Bericht zuerstatten, theils um über das Schicksal des gefange-nen Sollingers Anweisung zu holen. *) Sollingerward zum rodeswürdigen Verbrecher erklärt. Erund der Vogt Lüber von Magdenau waren schonverhört, als Nahholz nach LichlMsteg zurückkam.Alle Schuld seiner Treulosigkeit warf Sollinger aufsein Weib und auf ihren Vater. Lüber blieb ganzverstockt. Nahholz hatte auf den oy, May den Ge-richtstag bestimmt. Ganz außer sich flehte LolliMger, daß man ihn nicht übereile, er werde von Rc-ligionsscrupeln beunruhigt. Nabholz gab zur Ant-wort: Die Scrupcl werden keinen Aufschub verursa-chen, es seyn Geistliche von beyden Religionen zu-gegen , aus welchen er auswählen könne. Er wähl-
) S- Nal'holMs Diarium.