te zween Reformirte, den Pfarrer Laub und DiaconRramer. Lcztrer bat nochmals in seinem Namenum Aufschub, immer unter dem Verwand der Neli-gionsscrupel Als Nabholz vernahm, daß sie sichauf leere Kontroversen beziehen, so sagte er: DieKontroversen wird der Gefangene nicht berichtigen,lieber unterhalte man ihn mit seiner eignen- HerzenseVerfassung und mit dem Vertrauen auf die göttlicheGnade. Nach angehörter Klage und Verantwortungward er zum Schwerdte vcrurtheilk. Er wurde un-geschickt mit drey Hieben enthauptet. Ungeachtetsonst für jeden Missethäter (wenn man auch keinenErfolg hofte,) Bittschriften eingelegt werden, so er»schien doch keine für Bollingcrn. Die Reformirteschrien: Tausendmal hatte er den Tod verdient. DieKatholiken waren wegen seiner Religionsanderungerbittert. Nur der Prälat von Fifchingcu schicktein gleichem Tag drey Erpresse mit Fürbitten; denlczten ließ Nabholz auf den Richtplatz führen, under mußte Augenzeuge von der Hinrichtung seyn. *)Nun kam die Reihe an den Vogt Lüber von Mag-denau. Für diesen baten die Aebbcißin daselbst undmehr als 502 Personen. Schon wankten die katho-lischen Beysitzer des Landraths. Sie kamen zu Nab-holz, der krank im Bethe lag, unter dem Vorwand,sich Raths zu erholen. Vor Ungeduld sprang er aufund hielt ihnen vor, sie hätten wegen LoUingersnicht das geringste Bedenken getragen, und gleich-wol sey dieser weniger strafbar gewesen als Lüber.
*) Bollingers Welk hatte in einem Gefechte als Furie, solange gestritten , dlS sie unter den Kämen der Gegenpar-they tost hinsank.