tone. Schon nahmen sie einige Rebellen wieder insLand auf, und den verrätherischen Dudli befrcytensie aus seinem Arreste. Den Proviant, welchen manvon Zürich aus zur Unterhaltung der Truppen hin-schickte , verwendeten sie zum Theil an die Armenund Bettler, zum Theil schickten sie davon nach Uz«nach dem Feind zu. Sehr schlechte Rechnung füh-rcte Germann. Da nunmehr die Hauptmacht derZüricher und Lcrncr sich gegen die Reuß und daswestliche Gebirg gezogen hatte; folglich Rütr weni-ger besezt und von dieser Seite die Toggenburgerdem Feind von Uznach und Güster her blos ge-stellt waren, so traten sie jezt nichts dcstowenigcrMit den dortigen Einwohnern in eine Verkommniß,daß die Weidgänge an den Gränzen für das Viehjeder Parthey sicher seyn sollten.
Unterm 29. May stellte der Graf von Traut-manncdorf, nebst Ucberreichung seines Kreditlfs,vor, daß der Abbt von St. GaUen keineswegs zueigenmächtigem Verglich wegen des Toggenburgsbefügt sey, indem er diese Grafschaft nicht änderstals wie ein Reichslehen besitze.
Während daß man hie und da schriftlich zum Frie-den ermähnte, während daß die unpartheyischcn Kan-tone sich immer noch zu Ölten aufhielten, und da-hin eine Tagleistung zusammenberiefen, während daßdie Gesandte der beyden Vororte hiezu schon insiruirtwaren, und wirklich zu vorläuftiger Berathschlagungin Langenthal zusammentraten; während aller dieserfriedlichen Bemühungen zauderten Zürich und Bernnicht, den Lauf ihrer Siege zu verfolgen. Den29. May, Abends um 3. Uhr langte der Statthal-