Her, daß man in der Festung die Kanonen auchvon hinten gegen dein Kappelerhof losfeuerte, undnun schlössen sie, daß von dorther auch die Bernerangelangt seyn. Diese hatten über MeUingen, derReüß nach, bis auf das Fahr zu windifch einenUmweg nehmen müssen.. Dadurch wurden sie umetwas verspätet. Bey 6000 Mann stark und mit20 Stücken, Haubitzen und einigen Mörsern rüs-ten sie den Bergen nach gegen die grossen Baderund gegen das hohe Schloß an. Hierüber erschrakdie Stadt so sehr, daß sie auf einmal zu schiessenaufhörte und eine Deputation in die grossen Bä-der an die bernersche Generalität und die dabeybefindlichen Repräsentanten von Zürich absendete.Diese Generalität machte folgenden Rapitulations-rnlwurf:
1. Soll die Stadt Baden ihre Schatzkammer,Silber und Silbergeschirr, ihre Freyheitebriefe undUrkunden den beyden Vororten ausliefern.
2. Soll daselbst bey den Rathsversammlungender Landvogt oder jemand in seinem Namen alsPräsident zugegen seyn und Sitz und Stimme haben.
Z. Alles Kriegcsgezeug fällt den beyden Voror-ten zu, auch soll für dieselben die Stadt zu allenZeiten ein offenes Haus seyn.
4. Sollen gütlich oder peinlich alle Aufrührer inder Stadt und Grafschaft zu verdienter Straf an-gezeigt werden.
5. Soll nach Kriegsrecht die Stadt alle ihreGlocken wieder ankaufen.
6. Lä interim soll die Bürgerschaft eine gewisseSumme an die Kriegcskosten bezahlen und zugleich