Band 
[Zweyter Theil.]
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Stadt nichts desto weniger etliche Kanonenschüsseauf das Lager. In diesem entstand hierüber solcheEntrüstung, daß man nicht ohne Mühe die heftigsteRache verhinderte. Noch gleichen Abends langteder Rest der zürcherschen , schwehren Artillerie vonhalben Karthaunen und grossen Mörsern zu andert-halb Centnern, nebst der Zurüstung zu glühenden Ku-geln glücklich an und alles war bis auf Morgen zumLosbrennen fertig. Nach Verfluß des Waffenstill-stands erschienen die Abgeordnete der Stadt vordem zürcherschen Rrlegsrath. Dieser beharrte dar-auf, sie sollten sich ganz ohne Kapitulation auf Gna-de und Ungnade ergeben. Aller wiederholten Vor-stellungen ungeachtet mußte es endlich geschehn. DieBesatzung der V. katholischen Kantone zog ab. DieStadtbürger und die Unterthanen der Grafschaft leg-ten das Gewehr nieder. Es setzten sich 600 Wernerund eben so viel Züricher in die Stadt, welcher her-nach aus Gnaden noch einige Artickel zu ihren Gun-sten bewilligt wurden. Den 2. Junius wurde zuZürich wegen dieser Eroberung in allen Pfarrkircheneine Dankpredigt gehalten. Den z. Junius wurdein Baden den beyden Vororten gehuldigt. Auch indie Abtey Mury, welche schon den zo. May vonden Luzernern geräumt worden , ward nun einebernersche Besatzung geworfen.

Schafhausen hatte sich wegen des begehrtenZuzugs dahin erklärt, daß, wofern sich die bisherunparcheyischrn Stände auch thätlich einmischenwürden, sie alsdenn mit ihrem Zuzug , so viel esihre gefährliche Lage an den Gränzen gestatte, nichtlanger ausbleiben werden. Nur gaben sie zu be-