rufen. Den 8. Junius traten, nach verrichtetemGottesdienst, die unmtereßirten Rantone, beyderReligionen , auf dem Rathhaus in Aran zusam.men. Nach n Uhr erschienen bey denselben auchdie beyden Vororte. Diese erklärten sich: daß siezu Bezeugung ihres geneigten Willens auch dieüberwundenen Kantone in die Mitregierung wenig-stens eines Theils der gemachten Eroberungen wie-der aufnehmen wollten/ jedoch nicht änderst alsnach Abschaffung der cingerissenen Mißbräuche undunter billigen Bedingungen. In Betreff der Tog«genburger aber begehren sie, daß ihnen alle leibli-che und geistliche Freyheiten, so wie sie dieselbenvor dem Jahr 1707. besessen haben, sicher undungekränkt eingeräumt werden. Endlich erwartensie die Bezahlung der Krtegesunkosten. Morgensdrauf, den y. Junius, äusserten sich hierüber dieV. katholischen gegen die unintereßtrten Rantone:1. Wegen des Toggenburgs wäre kein kriegerischerAuszug vonnöthcn gewesen; dadurch sey der thur-gauische Boden verletzt worden. 2. Man habe siezur Nothwehr gerecht. 3. Die Besitznehmung derGrafschaft Baden müsse man als Vertheydigung/nicht als Angriff erklären» Vermög des Vertragssom Jahr 14;«. gelten in dieser Grafschaft diemehrern Stimmen. Aus allen bisherigen BetratLungen erhelle, daß die Vororte keineswegs ausBezahlung der Kriegeskosten zu dringen befugt seyn.In Betreff des Toggenburgs endlich seyn sie nochimmer in den Gesinnungen, niemand nichts wederzu geben noch zu nehmen. Die beyden Vororterrwiderten: 1. Freylich sey her kriegerische Auszug
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