Den 2c> Julius setzten die V. katholischen Ran-tone, unter Anführung des Landvogt Ackermannsvon Unterwalden, mit 5 bis 6000 Mann bey derGeißliker-Brükke über die Reuß, um ganz unver-muthet das bernersche Rorps bey Sinß zu ver-jagen. Das Korps daselbst sollte die Zuger amDurchpaß verhindern. Im Fall eines Angriffs soll-te es von den Zürchern in dem Freyamt unter-stüzt werden. Den Zürcher« schien von dieser Sei-te der Zuzug bedenklich. Nicht nur mußte er überden Boden des Kantons Zug geschehen, sondernauch über Sümpfe, durch welche man das grobeGeschütz und die Reuterey schwerlich konnte vorrückenlassen. Nichts desto weniger beharrten die Bernerauf ihrem Entschlüsse. Ihr Kciegesheer lagerte sichbey Muri und ein Korps von ungefähr 1200 Mannsperrte den Paß bey der Seisserbrükke. Um sichdieses Passes zu bemächtigen, unterhielten die ka-tholischen Truppen, die ungefähr eine Meile vonda entfernt lagen , einen geheimen Briefwechsel mitdem Priester zu Geiß. Nach getroffener Abredegab dieser den bernerschen Befehlshabern ein Gast-mal im Pfarrhof. Inzwischen rückten die Ratholi-sche ganz in der Stille beym Wald oberhalb Seistan. Drey bernersche Reitknechte, die daselbst Fou-rage holcten, wurden von ihnen gefangen. Izt wa-ren sie ziemlich nahe bey Geiß, als die Schildwa-chen zum Allarm schrien. Den Bericht erhielten dieDerner Offiziers an der Tafel und sie waren ge-neigt , es für einen blinden Lärm anzusehen. DerPriester begab sich auf die Seite und gab vom Esterrich her den Feinden das verabredete Signal mit
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