übrigen Eidgenossen verschwören. Wenn bey denOperationen ein Kanonenschuß fehl schlug, so wardvon den Bauern der Constabler niedergehauen.
Das Sernersche Rriegesheer hatte sich des FreyemAmts bemächtigt, auf Lucernerschem Boden Postogefaßt, St. Urban und viele Dörfer erobert, eineMenge Vieh weggetrieben und einige Ueberfälle inUMerwalden gethan. Den 26. Julius zog das Zü-rickersche Rrieges-Corps von Mafchwanden aufZuger-Boden, plünderte einige Dörfer, und befeztedas Kloster Frauenthal. Durch Abgeordnete stellteZug vor, in ihrem Manifest haben die Züricher ver-sprochen, gegen keinen Kanton angreifend zu gehen.Wenn bey dem Ueberfall auf der Bellen fünfzig Mensziger/ und unter denselben auch Weiber in Manns-kleidern gewesen, so sey es gegen Ordre geschehen.Am Ende baten sie um einen Stillstand der Waffen.Die Züricher antworteten: Seit der Verkündigungdes Manifcsts haben sich die Sachen geändert, undzwar durch eigne Schuld der katholischen Kantone.Auch Lucerrr bewarb sich um die Fortsetzung gütli-cher Vermittlung. Zu gleicher Zeit war der bewaff-nete Zuzug aus den lll. Pündten für die Vororteim Anmarsch, von diesen aber in Hoffnung eines na-hen Friedens verdanket.
Im Toggenburg hatten die beyden Vororte demLandrath, auf Abrechnung hin, die Einziehung derGefalle des Abbts von St. Gallen bewilligt. DieUnterthanen des Abbts, besonders in dem Hofmei-fieramt und in der Vogtey Rorschach, machten sichaufs neue verdächtig, und man fand sich zur Ent-waffnung derselben genöthigt. Toggenburg selbst(U. Theil.) T k