Band 
[Zweyter Theil.]
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Rapperfchwyl ab, sie gaben den Landsftiedek vomJahr izzi. entkräftet heraus und erklärten Lernzum Mitregenten der gemeinen, deutschen Vogteyen.Nicht nur entzogen sie dem Abbt von St. Gallenallen Beystand, sondern sie versprachen auch ihrMöglichstes , um ihn auf friedliche Gesinnungenzu bringen.

Wahrend dieser Friedenshandlungcn erweckte hieund da der Pöbel neue Unruhen. Im Thurgäuz. B. gieng ein boshaftes Gerücht von einem Mord-anschlag der Refornurten auf die Ratholiken. Indieser Bcsorgniß schrieb der Bischof von AOnstailZan Zürich, daß durch ein Mandat die Katholikenmöchten beruhigt, die blinden Eiferer unter den Re.sormirtcn aber auf kühlere Gedanken gebracht wer-den. Den 4. Augstm. wurde dem Geschrey durchein Mandat von Zürich aus begegnet. Schon warenviele Truppen, besonders auch ein Theil deszür-cherschen Krieges-Corps auf der Aabern bey Capspel, unter anderm wegen einer ansteckenden Ruhr,abgedankt worden, als sich auf Verhetzung desstreitsüchtigen Trinkiers von Mcnzigen und seinerAnhänger in Zug bey 20O0 willisauer gegen ihreDbrigkeit zu Luzern empörten. Durch Brand-schatzung bezähmte Bern die unruhigen Bauern. Ei-ner von den vornehmsten Friedensstöhrern war auchder ehmalige, thurgäuische Landvogt, HauptmannAckermann von Unkerwalden. Mit einer starkenParthey Lucerner und anderer Bauern hatte er einenAnschlag auf die zürchersche Besatzung bey der Scys-serbrücke gemacht. Den Anschlag hatt' er vollzogen,wenn nicht der zugische Landamman zur Lauben