und auf Befreyung der ausser der Stadt Steinwohnenden Bürger von der thurgauischen Regierungbeharrten die Zürcher.
Den 9. und ii. August kam endlich das Friedens-werk völlig zu Stande. (Die Artikel des Landesfrie-dens finde man ausführlich bey Waldkirch Th. II.S. 827 , wie auch bey Hottinger Th. IV. S°172.) Die mißlungenen Kriegesunternehmungcn,die Iweytracht unter den Grossen, das unge-bundene Kriegsleben, der Mangel und die Ar-muth erweckten hie und da in den katholischenKantonen unter den Bauern fürchterliche Empö-rung. Lucern sah sich genöthigt, bey den benach,barten Eydsgenossen Zuflucht zu suchen, auch nahmes 60a Entlibucher, vormals selbst so aufrührerischund nunmehr die getreusten Unterthanen, in die Stadtauf, faßte einige Rädelsführer beym Kopf und ver-kündigte Amnestie für die Verführten. Auch in demKanton Ury murrten die Liviner, daß sie, anstattder Beute, nur Schlage eroberten; sie fordertenSchadloshaltung; da diese ausblieb, so besetzten sieden Paß des Zollhauses auf dem Gotthard. DieV. kathol. Kantone traten hierüber ins Mittel.Nicht änderst liessen sich die Liviner besänftigen alsdurch grosse Befreyungen.
Von den Rriegesunkosten finden wir nirgendsdie vollständigen Berechnungen. Nur folgende Frag-mente: Die Hauvtsumme dessen, was das zürcher-sche Qber-Comissanat vom n. April 1712. bis zumZi. August eben dieses Jahres theils in der Stadtverbrauchte, theils an die Commissaciate auf der