---- 683
als zu Versailles gearbeitet hatte, da überdieß diekatholischen Rantone selbst auswärtigen Beystanderwarteten, so säumten nunmehr die beiden Vor-orte nicht langer, sich durch ein Memorial an dieprotestirenden Staaten zu wenden. Zugleich tra-ten sie zu Rorschach mit dem Abbt in gütliche Unter-handlung. Von Zürich aus erschienen daselbst derBürgermeister Holzhalb, und der Statthalter Ul-rich. Von Bern der Schultheiß von willadingund der Venner Frisching. Zu dieser Unterhand-lung wurde ganz außerordentlich auch Nabholz be-rufen. *) Zum Beystcher hatten die Gesandte desAbbts, Schultheiß Schnorfen von Baden gewählt.Schnorf und Nabholz traten absonderlich zusam-men. Ihre erste Unterredung betraf die Rechte desToggenburciischen Landraths. Jeder Theil aberbeharrte aus seinen Behauptungen. Unaufhörlichward Nabholz von den Toggenburgern mit Be-suchen bestürmt. Sie sprachen sehr hoch und forder»ten nicht allein alle Judicatur, sondern auch dasMannschaftsrecht, das Bundesrecht, das RechtKrieg und Frieden zu schließen, wie auch das RechtTruppen in auswärtige Dienste zu schicken. Auchdrangen sie auf Abschaffung des Landrechts mitSchweiz und Glarus. Mit kaltem Blut hörte sieNabholz an, ohne daß er sich mit ihnen in Wort-wechsel einließ. Ueberall wurden die Unterhandlun-gen in Stillschweigen gehüllct. Den 7. Nov. 171z.
*) S- Nabholzen eigenhändige Handschriften, die mir nebstandern Mnnuscripten von Herrn Landvogt und KämmererUlrich mitgetheilt worden.