Abt bat sich den Vorbehalt des Kayscrs vnd desReichs aus, wie überhaupt alles dessen, was ersonst zu leisten schuldig sey. Man sagte ihm rundheraus, in diesem Vertrag werde man den Kayserund das Reich gar nicht berühren und ihre Rechteweder verringern noch vergrößern. Uebrigens wisseman nicht, was er zu leisten schuldig sey oder ver-sprochen habe, den Vorbehalt hierüber möge manihm gerne gestatten, jedoch nur in wiefern ein sol-cher Vorbehalt dem gegenwärtigen Vertrag nicht nach-theilig seyn werde. Die Gesandten des Abts sahnsich in ihre» eignen Schlingen gefangen und standenvon allem Vorbehalt von selbst ab. Auch verglich mansich über eine General-Amnestie und verpflichteteden Fürsten, von niemand keine Kriegskosten zu forsdern. Hingegen von ihm selbst wurden sie von denbeyden Vororten gefordert. Seine Gesandte sträub-ten sich. Man stellte ihnen aber zum Beyspiel vor,daß ja ehmals der Abt selbst in den Jahren 1490und 1696 seine Kriegskosten von der Stadt St. Gal»len bezahlt gemacht hatte. Hierüber schickten sie ei.nen Expressen zu dem Abt nach Ravenspurg. Den
26 kam er ohne bestimmte Antwort zurück. Den
27 verreisete der Kanzler Pündtiner selbst, um nähe-re Jnstruction einzuholen.
Während dieser Unterhandlungen wurde NabholZin Zürich wegen eines gewissen Dorfalls im Thurgäuaufs heftigste verfolgt und er sah sich in Gefahr sei-ner Ehre und seines Guts, auch ward er obrig-keitlich zur Verantwortung nach Zürich berufen. Erbegehrte Aufschub. Zu gleicher Zeit hatten die Zür,chergefandte von ihren Freunden Nachricht bekom-