Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
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Zukunft ihre Briefe unmittelbar an den grossenRath abzugeben und auch nur dessen Auftragenzu folgen.

Den i3- verreisete Schnorf zur Einholung na-herer Jnstruction zu dem Abten nach Ravenspurg.

Den 21. Febr. 1714. langte ein Erpresser vonLern an, mit Bericht, daß daselbst ioy. gegen40 Stimmen erkennt hatten, den Frieden zu schlieftsen, und zwar ohne weder auf die Rriegeskostennoch auf Abtretung eines Stück Landes zu drin-gen. In Zürich fuhr man fort zu berathschlagen,wie die Trennung von Bern zu verhindern seynmöchte. Den agten war Schnorf zurückgekommen;er drang auf entscheidende und schleunige Antwort,auch versicherte er, daß der Abt nichts hören woll-te weder von Kriegskosten noch von Abretung desBodens. Aus allem erhellte, daß ihm der berner»sche Entschluß zum Voraus entdeckt worden sey.Bevor die Zürchergesandten antworten konnten,mußten sie vorher nähere Jnstruction von Hausaus erwarten. Mittlerweile drangen auf Anhaltender katholischen Toggenburger die Bernergesand-te stark darauf, daß auch ihnen nicht weniger alsden reformirten Toggenburgern das Kirchenpa«tronat und geistliche Wahlrecht möchte zugekenntwerden. Freylich konnten die Katholiken keines-wegs so wie die Reformirten ihre Ansprüche durchUrkunden behaupten: Indeß wendeten sie vor, daßihnen ihre Urkunden weggeführt worden. lVilla-ding gab zu bedenken, daß eben die Geistlichen,in wie fern sie von dem Abt abhängen, die meistenUnruhen erwecken. Die Zürchergesandte baten,