Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
698
JPEG-Download
 

6Y8 --^

den beschleunigen sollte. Auch hatte Willading ei-nen Brief von dem Prinz Eugen an den Generalvon Erlach empfangen, mit der Warnung, daßes nunmehr nach geschlossenem Frieden zu Rastadtgut seyn werde, auch den Friedensunterhandluwgen in Rorfchach ein Ende zu machen. Vom 8tcnbis zum iz. Märzen fuhr man fort, mit allem Ei-fer über die Sicherheit der Stadt St. Gallen zuberathschlagen. Die unaufhörlichen Verzögerungender Zürcher erbitterten die Berner so sehr, daß siedräuten , endlich noch ohne jene sich mit dem Abtzu versöhnen. Allseitig traten die Gesandte aufs neuezusammen. Nach heftigem Wortwechsel brachte manden Entwurf einiger Hauptpunkte zu Stand. Ei-ne Stunde hernach starb der Landshofmeister Ringg,der eine von des Abtes Gesandten. Obgleich derFriedensentwurf ins Reine gebracht und kopirtworden war, so widersetzten sich nichts desto weni-ger die fürstlichen Minister der Ablesung desselben.Sie forderten, daß noch vorher der verbannete lln-Lervogt Schnorf müßte von der Acht entledigt , dieGlocken zurückgestellt und den geplünderten Geißlnchen Vergütung verschaft werden. Alles dieses fehln-gen die Gesandte der Vororte rund ab. Dessenungeachtet wurden (zur Befriedigung der StadtSr. Gallen und des Kantons Appenzell) den28. März 1714. die Friedensartickel von den Ge-sandten des Abts so wol als der Vororte besiegelt.*)An gleichem Tag las man die Artickcl auch den

*) Die Friede,ishandlung ist auch besonders gedruckt- SHottinger 1- IV. S. -ro.