Band 
[Zweyter Theil.]
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neu Gesandten die geringsten Höflichkeiten erweisen.Auf ihre Einwendungen und Dränungen ward ihnenverdeutet, daß die hohen Contrahcnten gesinnt seyn,einander bey der Vollziehung dieses Friedens z»schützen.

Als nun die Zeit zur Ratifikation herannahet«, be-rief der Kanzler pündtmer Nabholzen nach Ror-schach. Mit Einwilligung der Zürcher - und Berner«gesandten, die sich eben damals in Frauenfeld aufder Tagleistung befanden, begab sich dieser zu Pünd«tiner, um mit ihm über die Vollziehung des Feie,dcns in Berathschlagung zu treten. Hierauf brachteder fürstliche Legationssecretär Ledergerwer die Rätstfication des Abts nach Zürich und ward mit zwoSchaumünzen von 50 Ducaten beschenkt. *) Nochbat er im Namen seines Herrn um die Zurückfiel«lung der Glocken, der Bibliothek u. f w. In Zü-rich erhielt er Abschlag; in Bern hingegen wurdenihm ohne Bedenken alle noch vorhandenen Mobstlicn bewilligt. Endlich mußte sich auch Zürich zurZurückstellung des Bücherschatzes einverstehn.

In Zürich wurde der geschlossene Frieden auf denZünften verlesen und durchgängig gebilligt. Durchden ganzen Kanton ward deswegen ein Festtag ge-halten. Die Friedensvermiktler, Bürgermeister Holz-halb, Statthalter Ulrich und Statthalter Hirzel er-hielten für ihre Bemühungen ein Dankpatent mitdem obrigkeitlichen Siegel- **)

*) S- Durch. Stadtscb. M- den 10—rz. August 1718.

**) S. Zürich. St, M- 11. August 1718-