Band 
[Zweyter Theil.]
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auf denselben lagen die eingewundenen Fahnen,Rund umher bewafneke Mannschaft. Das Volk,nebst einer Menge fremder Zuschauer zu Fuß und zuPferd, svrmirte ein Amphitheater. Nach gebotenemStillschweigen erhob sich Nabholz und eröfnete dieFeyerlichkeit mit einer Anrede: Durch die Leitungder alles weise und gütig regierenden Vorsicht kamendlich zwischen den beyden hohen Standen Zürichund Bern und Sr. hochfürstlichen Gnaden demHerrn Prälaten zu St. Gallen ein Frieden zu Stand,der dem Toggenburg zu grosser Beruhigung und zurSicherstellung der wolhergebrachten Freyheiten ge-reicht. Glücklich werden dadurch alle Mißverstand^Nisse und Unruhen gehoben. Keineswegs zweifelnalso die beyden löblichen Kantone , daß nicht dieLoggenbnrger bereit seyn, ihrem rechtmäßigen Lan-desfürsten die Huldigung zu leisten, in der festenUeberzeugung , daß auch Er ihr Vater seyn und siebey allen ihren gesetzlichen Vorrechten schützen wer-de. Hierauf verlas der fürstliche Secretair mit lau-ter Stimme das Friedensinstrument. Nach Verle-sung desselben beglückwünschte der Obmann Ger-man, im Namen des Landrathcs und des Volkes,den Fürsten und anerbot ihm willige Treu und Ge-horsam. Sehr gnädig mit abgenommenem Hut hör-te der Fürst zu und versicherte das Volk, den errich-teten Frieden in allen seinen Puncten heilig zu hal-ten. Hierauf las der Kanzler Pündtiner den Eydvor und fcyerlich ward er beschworen.

Für seine Bemühungen erhielt Nabholz 80. Du-katen, und sein Tochtermann der StadtschreiberFehr zu Frauenfeld 8. Louis'dors von dem Fürsten