Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
733
JPEG-Download
 

733

!

l

/

I,

t

r>

ei

!II

n>

ci

ii,

oi

hr

!0!

fi-

es

reich um die Erneuerung des Erbvercins. Der Abtvon St. Dlasien, als K. K. Bevollmächtigter inder Schweiß, und der Marquis von Bonnac, alsfranzösischer Bottschafter, versäumten keine Gelegen-heit , jeder des andern Unterhandlungen zu durch-kreutzen. Um so viel eifriger waren sie, da man alleAugenblicke einen Bruch zwischen Oesterreich undFrankreich besorgte. Dieses Iahrzehcnd war über-haupt mehr fruchtbar an Vorschlagen, als glücklichin Ausführung derselben. Bern machte den Antragzu einer besondern Verbindung zwischen der Graf-schaft Mümpelgard und den reformirten Kantonen.Der Antrag blieb fruchtlos, eben so wie einige Jah-re vorher das Anerbieten des Herzogs von Lothrin-gen , der mit der ganzen Eydgenoßfchast einen ge-genseitigen, freyen Zug einzugehen geneigt war.

In dem Schoosse des Vaterlandes waren die Miß-helligkeiten zwischen Reformirten und Katholiken er-loschen. Noch immer indeß blieben die erstern be-schäftigt, mit dem schon Ends des vorhergehendenJahrzehends entstandenen Unruhen, theils zu Wil-chingen, theils in der Grafschaft Werdenberg. Inletztrer Gegend gericth das Volk über die strengeRegierung eines Landvogts aus Reformirt Glarusin Aufruhr. Schon im Jahr 1667. hatte der glar-nersche Landrath zu Gunsten der Werdenbergcr demLandvogt eingeschärft, kein Vieh aus die gemeineTratten oder Wayden zu treiben, kein Holz in denBannwäldern in Auwen zu fällen , ohne Einwilli.gung der Gemeinden niemandem das Bürgerrechtzu geben, diese Gemeinden in Beförderung gemein-nütziger Anstalten ungehindert zu lassen. Im Jahr