Band 
[Zweyter Theil.]
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i 7 ° 5 - forderte die Landsgemeiude zu Glarus dies!Freyheitsbriefe zur Untersuchung heraus, und stell!!sie nicht wieder zurück. Der Unwillen hierüber stiegnach und nach bey den Werdcnbergern so hoch, daßsie im Jahr 1719. dem neuen Landvogt die Huldi-gung weigerten. Erst im Jahr 1720. liessen sie sichzu Leistung derselben durch eine eydgenößische G«sandtschaft bereden. Der Landrath zu Glarus fonderte sie auf zur Überreichung ihrer Beschwerden.Sie blieben aus und begnügten sich, ihre Freyhcitssbriefe zurück zu begehren. Auf ernstliche Ermahnun,gen der eydgenößifchen Tagleistung vom Jahr 1721.erschienen endlich zwölf Abgeordnete von Werdensberg zu Glarus, mit wiederholter Absonderung ihrerFrcyheitsbricfe und mit zwey und zwanzig Klag-Puncten. Der Landrath zeigte ihnen den Ungrundderselben. Noch heftiger wurden dadurch die Wendenberger erbittert und sie verschworen sich, Gutund Blut für ihre Freyheiten zu wagen. Nunmehrschickte den 16. alten Styls die Obrigkeit von Glasrus durch allerley Abwege siebzig Mann in dasSchloß Werdcnberg. Den 21. Oct. ließ sie bey2ooo Mann anrücken. Auf die Vorstellungen einerzürcherfchen Gesandtschaft ergaben sich die Werden«bergcr auf Gnade und Ungnade. Die Truppen zo-gen itzt bis auf Werdcnberg fort, ohne Thätlichkei-ten aber kehrten sie zurück. Die meisten Werdensbergcr hatten ihr Gewehr in das Schloß eingeliefert.Schon wieder entstanden neue Unruhen, als Ab-geordnete von Glarus zur Untersuchung so wol derfehlbaren als der Dorfoffnnngcn fortschreiten woll«ken. Die Mißvergnügte schlugen eine Brücke über