bequemte sich jedermann wieder zum Gehorsam, ohsne Vorbringung weiterer Beschwerden.
Auch in den III. Pündten erhoben sich Zwiste»Im Jahr 1725. erschien vor dem Bundestag der Bisschof von Chur, mit einem bittern Vortrag, in weis> chem er sich beschwerte , daß die Reformirte dieKirche zu Trans in dem Gericht Orthenstein nichtnur nicht an die ausschließenden, katholischen Eigensl thümmer abtreten, sondern so gar gewaltsamer^ Weise in dieser Kirche den Altar und die Bilder derHeiligen schänden. In gleichem Jahre schlug manauf dem Bundstage zu Davos vor, daß die Kirchebeyden Religionen zustehn, der reformirte Pfarreraber abgeschaft, und der Gottesdienst durch einenbenachbarten versehn werde sollte Noch grössere- Unruhen erweckte das Mayländisch-PündtncrscheCapitulat vom Jahr i6zy, welches nicht ohne Unswillen der Reformirten, den 24. Weinm. 1726. zuMayland wieder erneuert wurde. Nach weitläuftisgen Unterhandlungen, Vorstellungen und Gegenvor-stellungen erschien endlich den 26. Febr. 1728. vondem Bundestage zu Chur der Befehl: Daß in Kraftdes Mayländischen Kapitulaks alle und jede Reforsmiete, ohne einige Ausnahme, bey Confiscation ihsj rer Güter, aus den unterworfenen Herrschaften aus-ziehen sollten.
Mit mehr oder weniger Lebhaftigkeit wurden auchim Toggenburg die Streitigkeiten fortgesetzt. Jmswer gaben den Friedensartikeln vom Jahr 1718.
I bald der Abt von St. Gallen, bald die Loggenbursger jtzt diese, itzt eine andere Deutung. Eben sokonnten sich auch in Absicht auf gewisse Gerichtsbar,
(II. Theil.) Aa«