Band 
[Zweyter Theil.]
Seite
743
JPEG-Download
 

- 743

Sachen ausführliche Nachricht gegeben. Die Bür.ger erkannten dieses Zutrauen mit dankbarem Her.zen, billigten die geschehenen Schritte und baten dieObrigkeit, das! sie ihr Anseht, durchsitzen möchte.Dadurch wurde der Nuntius von der Verkündigungdes Kirchenbanns abgeschrckk. Die sämmtliche ka.tholische Kantone versammelten sich auf einer Tag«leistung ;u Luzern. Nach langen Unterredungen bil«ligten sie die Standhaftigkeit des Luzerncr Senates.Wirklich entschlossen sie sich, in gemeinschaftlichemNamen nach Rom zu schreiben Ihr schreiben wur.de von dem Nuntius zu Altdorf gemodelt. Auf An«halten der Luzerner ward es verbessert. Der Pabstforderte in seiner Antwort die Kantone zur Zurecht.Weisung der Luzerner auf. Der Nuntius verbreiteteden Saamen der Zweytracht. Auf der katholischenTagleisiung erklärten sich die Luzerner gegen ihreBundesgenossen: r. Sie gesteht, gegen den Pabst,daß sie sich durch Ernennung eines neuen Pfarrers,übereilt Haber»; auch sey diese Uebereilung schon wie-der gut gemacht worden. 2. Ihre Absicht sey nie.mahls gewesen, den Andermatt gerichtlich vorzula»den ; die Kanzley müsse sich geirrt haben, und hier,über habe sie die gehörige Ahndung erhalten. ;. Ih«re Ansprüche schränken sich bloß auf das Recht ein,die Geistlichen zur Anhörung ihrer Gesinnungen vor«laden zu dürfen, sä auclisnclum Verbum prinoipis;im Fall ihres Ausbleibens glauben sie sich zur Ver,bannung derselben berechtigt u. s. w.

Auf die Vorstellungen der Kardinäle von Polignacund Cienfungos willigte der Pabst in folgende Be»dingniffe: r. Andermatt , schuldig oder schuldlos,